Aktuelles  
 
 
04. Juli 2012
Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz
Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz
In Mainz hat sich das „Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz“ gegründet und ein gemeinsames Leitbild für seine Antidiskriminierungsarbeit verabschiedet.

„Die Nichtregierungsorganisationen, die dieses Netzwerk gegründet haben, stehen zusammen mit der Landesregierung dafür ein, der Diskriminierung in Rheinland-Pfalz aktiv entgegen zu treten. Wir wollen gemeinsam deutlich machen, dass Vielfalt ein gesellschaftlicher Gewinn ist“, erklärte Familienministerin Irene Alt, die das Leitbild des Netzwerks als Vertreterin der Landesregierung unterzeichnete.


Gonca Sariaydin und Joachim Schulte, Sprecherin und Sprecher des Netzwerks: „Wir stehen am Anfang einer langfristigen, so zuvor nicht dagewesenen Zusammenarbeit zwischen den im Netzwerk zusammen geschlossenen Nichtregierungsorganisationen, der Antidiskriminierungsstelle des Landes Rheinland-Pfalz und der des Bundes.“ In einem ersten Schritt soll das Leitbild durch ein von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördertes Netz-werkprojekt mit dem Schwerpunkt Religion und ethnische Herkunft umgesetzt werden. Das Projekt zielt darauf ab, die Antidiskriminierungsarbeit in Rheinland-Pfalz merkmalsübergreifend aufzubauen. Das bedeutet, dass alle Diskriminierungsmerkmale wie zum Beispiel das Geschlecht oder die sexuelle Identität eines Menschen in die Antidiskriminierungsarbeit einbezogen werden. Schwerpunkte sind anfangs die Merkmale Religion und ethnische Herkunft. Die Partner sollen verbindlich zusammenarbeiten und Antidiskriminierungsmaßnah-men mit Aktivitäten für Demokratie und Vielfalt entwickeln.


Das Netzwerk orientiert sich in seiner Arbeit an den Zielen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, nach dem niemand wegen seiner ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden darf. „Die Mitglieder des Netzwerkes setzen sich in Rheinland-Pfalz für von Diskriminierung betroffene oder bedrohte Personen und Gruppen ein. Sie tauschen sich über ihre Erfahrungen und Arbeitsansätze aus und entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien“, erläuterten Joachim Schulte und Gonca Sariaydin. Das Ziel besteht darin, die Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, es in die Öffentlichkeit zu tragen und starke Signale für Gleichbehandlung zu setzen.


Das „Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz“ hat die folgenden Gründungsmitglieder: Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration, Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung, Initiativausschuss für Migrationspolitik, Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter, Landesfrauenbeirat, Landesjugendring, Landesseniorenvertretung, Landesverband der jüdischen Gemeinden, QueerNet, Sinti Union, Verband der Deutschen Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz sowie das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz. Kooperationspartner des Netzwerks sind das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration sowie der Landebeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, die Antidiskriminierungsstelle Rheinland-Pfalz, das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, das Netzwerk Integration durch Qualifizierung sowie das Treffen der kommunalen Behindertenbeauftragten.
Weitere Informationen unter: antidiskriminierungsstelle(at)mifkjf.rlp.de

Weitere Dokumente
PDF-Version | Aktuelles '"Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz? gegründet' vom 04. Juli 2012
 
 
Aktuelle Informationen
 
  73. Jahrestag der Deportation Mainzer Sinti und Roma
Einweihung der Gedenkstele in der Altenauergasse 7-9 (ehemals Birnbaumsgasse) in Mainz
... [ mehr ]
 
  Überleben - das war für uns nicht vorgesehen!

Lebensgeschichten rheinland-pfälzischer Sinti-Familien

Mit der Veröffentlichung der Dokumentation kom... [ mehr ]

 
 
 
Impressum
Rechtliche Hinweise
Datenschutz